Auf dem Oktoberfest von Helmuth Hopper
D’Saison is aus von Helmuth Hopper
Der Nichtraucher von Helmuth Hopper
Ebbs Aus dem Buch „Ebbs und sonst was“ von Helmuth Hopper
PC Aus dem Buch „Ebbs und sonst was“ von Helmuth Hopper
Advent Aus dem Buch „Ebbs und sonst was“ von Helmuth Hopper
Gestern war i auf der Wiesn
is da des a Gaudi g’wesn,
ned weil d’Leit so lustig san
na , weil’s auf de Tisch drobn warn.
De oan ham g’suffa wia de Stier
de andern gschrian, grad wia de Kiah.
Zwisch’nnei so hat ma g’sehng
san a ettla nackert gwen.
De oa steht da mit blankem Busen
da ander, der is ohne Hos’n.
Doch der Busen gibt nix her
folgt er doch der Schwerkraft sehr,
und zum Herrn mit’m nackten Arsch
sagt der Nachbar unwirsch barsch
das er oziagn soid sei Hos’n
grad so wia des Weib ihr Blus’n
und außerdem sois des a gebn,
waar sei Arsch ned fotogen.
Deshoib daat er a no bitt’n
das ma sich hoit an de Sitt’n,
denn so waars nun moi der Brauch
das ma zuadeckt Arsch und Bauch.
Und beim Ess’n waars a schee
mit am nett’n vis a vis.
Mit am G’sicht da daat er’s hoitn
doch ned mit der hintern Foitn.
Der Diskurs gang g’wiß no weiter
doch da spuit de Musi leider
gwiß scho 150 moi heit
ein Prosit der Gemiatlichkeit
und bei diesem scheena Liad
plärrt des ganze Bierzelt mit,
de Maßkriag stemmas a in d’Höh
weil gmiatlichsei des is doch schee.
Koid is wordn im Gart’n drauß
nach Gmiatlichkeit schaugt’s nimmer aus
a Wind pfeift über’d Tisch daher
as Gart’ng’schäft des geht ned mehr.
Der Radio sagt es gibt an Reg’n
drum kumma a de Gäst so weng.
De Blattl vom Kastanienbaam
und Tisch und Stuih de rammas zamm.
Koa Fassl sieghst am Ganter steh
koa Kellnerin mit Masskriag geh,
koa Haxn riachst und a koa Brezn
wia lustig is d’letzt Woch no g’wesn.
D’Saison is aus, es is vorbei
„Pfia Gott beinand, nächst’s Jahr im Mai“.
As Raucha heart ma allgemein
soi jed’nfois recht ung’sund sein.
„As Nikotin und Teer dazua
des machat jede Lunga zua“:
so sag’n de Dokta de Patient’n
und wer vui raucht der waar boid „Drent’n.“
Drum is heut Rauchverbot ganz klar
wo friahras hoit no koanes war.
Im Wirtshaus kann mas a scho hearn
sois Raucha a verbot’n werd’n.
Im Bus- und a im Bahnverkehr
gibt’s scho koane Raucher mehr,
und in de Fliaga „Gottseidank“
vermisst koa Mensch den Raucherg’stank.
So mancher Mo hätt’s ned so schwaar,
wenn statt das er raucht, potent no waar
und mancher waar no guat in Takt
hätt er vom Quoim koan Herzinfarkt.
Daß eher sterb’n so steht iazd drauf
trotzdem hoits koan vom Raucha auf
und soit des Zeug no teurer werd’n
zoihns trotzdem no, daß friahra sterb’n.
Ma siehgt’s, es zum Schiaß’n
sie zoihn fias friahra sterb’n miassn.
Ja, raucha deahn’s ma muaß scho sag’n
bis eiskoit drina lieg’n im Grab’n,
und i kanns wirklich ned vasteh
is friahra sterb’n denn gar so schee.
Ebbs, was is des? I
muaß frag’n.
I
hoff, es kann mia ebba sag’n.
Ebbs,
des is ganz unbestimmt:
Ebbs
guat's, ebbs schlecht's, grad so wias kimmt.
Ebbs
kann schee und greislich sei.
Ebbs
wui ma hab'n, ma buid sich's ei.
Ebbs
kann was neu's sei oder oids.
Ebbs
kann was hoaß' sei oder koids.
Ebbs
kann groaß sei oder kloa.
Ebbs
muaß des sei, was i moa.
Ebbs
hätt i scho friahra mög’n.
Ebbs
is meistens oiwei zweng.
Und i woaß oiwei no ned gwiß,
was
des Ebbs denn iazad is.
Aus
dem Buch „Ebbs und sonst was“ von Helmuth Hopper
Bei
mir dahoam steht a "PC",
der
is zwar nützlich, doch ned schee.
Oft
nimmen her ois Schreibmaschin,
denn
mehr is do fia mi ned drin.
Ob
Windows, Excel, Internet,
ois
beherrsch i hoit no ned.
I
fuih mi oft ois rechter Zwerg,
manchmoi
wia da Ochs am Berg.
Na,
so kann i ned weita macha,
denn
manchmoi is bloß no zum Lacha.
I
kauf mia iazd a neis Gerät,
weil
schließlich bin i ja ned blead.
I
kauf fia mi, so oid i bin,
a
nagIneue Zählmaschin:
Dann
schiab i Kugln hin und her,
und
hob des G'fuih, i bin doch wer.
Wohin
ma schaugt in dera Zeit,
nix
anders wia Scheinheiligkeit
schlagt
oahm überoi entgeg'n,
d'
Ehrlichkeit is ned zum Sehg'n.
Liada
heart ma wochenlang
von
Fried und Freud mit Glock'nklang,
doch
scheena is, wanns Gerstl klingt,
wenn's
massenhaft in d' Kasse springt.
Ab
und zua spuins aa a Liad,
scheinheilig
schee, daß oan glei friert:
"Gott
in der Höh sei die Ehre
und
Friede den Menschen dieser Erde."
Schee
san de Wünsche, is ja klar,
doch
san sie leider hoit ned wahr.
Wer
gibt denn heut noch Gott die Ehr?
As
Geld is aller Leit Begehr.
Kriag
is unsa Weihnachtsfried'n,
und
's Kapital is damit z'fried'n,
denn
bloß da, wo ma d' Leit daschiaßt,
dann
endlich Weltmacht‑Frieden herrscht.